150 Diasporagemeinden auf einem Drittel der Fläche Bayerns
Der Kirchenkreis Regensburg ist mit mehr als 24.000 Quadratkilometern der flächengrößte der sechs bayerischen Kirchenkreise. In acht Dekanaten mit 149 Kirchengemeinden leben etwa 300.000 evangelische Christen.
Die Gründung des Kirchenkreises Regensburg war 1951 notwendig
geworden, weil nach dem Zweiten Weltkrieg Tausende von evangelischen
Flüchtlingen - vor allem aus Schlesien - nach Niederbayern und
in die Oberpfalz kamen. Die bis dahin winzigen Diasporagemeinden wuchsen
sprunghaft an, und es kam zu vielen Gemeindeneugründungen.
Um das evangelische Gemeindeleben zu ermöglichen, wurden in den
1950er Jahren im ganzen Kirchenkreis mit einfachen Mitteln Kirchenbaracken
erbaut. In nicht wenigen Städten gab es bis in die sechziger Jahre
evangelische Bekenntnisschulen.
Noch einmal gewachsen ist die Zahl der Gemeindeglieder nach der deutschen
Wiedervereinigung und durch den Zuzug von Aussiedlerfamilien aus den
ehemaligen Staaten der Sowjetunion. Etwa 200 Theologinnen und Theologen
sind im Gemeindedienst tätig. Etwa 50 übergemeindliche Pfarrstellen
sind für besondere Aufgaben - von der Klinikseelsorge über
die Diakonie bis zum Religionsunterricht und der Militärseelsorge
- vorgesehen.
Zum ersten Kreisdekan wurde 1952 der damalige Regensburger Dekan Wilhelm Koller berufen. Er betreute bis 1964 die evangelische Flüchtlingsdiaspora in Ostbayern und setzte sich unermüdlich für den inneren Ausbau und die geistliche Begleitung der evangelischen Christen ein. Ihm folgten die Oberkirchenräte Wilhelm Schwinn (1964-1966), Hermann Bürckstümmer (1967-1979), Theodor Heckel (1979-1988), Gotthart Preiser (1988-1996), Dr. Helmut Millauer (1997-2004) und seit 2004 Dr. Hans-Martin Weiss.
Der Kirchenkreis Regensburg reicht von der österreichischen Grenze im Osten bis Neuburg an der Donau im Westen und Allersberg im Nordwesten, von Tirschenreuth und Waldsassen im Norden bis Landshut und Eggenfelden im Süden.

Besuchen Sie unsere Dekanate auf ihren Webseiten!




